Fair Trade-Kakao für Fair Trade-Schokolade
Woher kommt der Kakao Ihrer Lieblings-Schokolade?
Einer der vielen Vorteile der Produkte des fairen Handels ist das Wissen über die Herkunft der Ware, und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzenten. Der Kakao der Friedrichshafener Schokolade kommt aus Peru. Peru ist weltweit gesehen ein kleiner Lieferant für Kakao, die Qualität des Kakaos hat aber einen sehr guten Ruf und wird für Spezialitätenschokoladen weltweit verwendet. In Peru gibt es auch mehrere Kakao-Kooperativen, welche seit mehreren Jahren Fair Trade-zertifiziert sind.
Fair-Trade Kakao-Anbau - Drei Kooperativen als Beispiel
Die Kooperative Naranilljo

Die Kooperative Naranilljo liegt im Osten Perus. Diese Region ist von Armut, Drogenhandel und Kriminalität schwer betroffen. Vor allem kleinbäuerliche Strukturen prägen das Gebiet, die Kultivierung von Kokain zählte lange zu den Haupteinkünften der Bauern. Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken wurde ein Programm ins Leben gerufen, um die Kleinbauern vom Anbau alternativer Produkte zu überzeugen. Heute steht der Anbau von Kakao im Wettbewerb mit dem Anbau von Kokain.
Die Kleinbauern der Kooperative werden in organischen Anbaumethoden geschult, um die Produktivität ihrer Landwirtschaft zu erhöhen und die Qualität des Kakaos zu steigern und abzusichern. Diese Faktoren gewähren langfristig den Zugang zu internationalen Märkten und verbessern damit die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Gemeinschaft nachhaltig.
Verschiedene Sozialprojekte sichern das Wohlergehen der Mitglieder: Ein eigenes Komitee initiiert Projekte im Bildungsbereich für Kleinbauern sowie deren Kinder, außerdem stellt die Kooperative den Mitgliedern Mikro-Kredite zur Verfügung. Ein weiterer Schwerpunkt der Sozialprojekte fokussiert auf den Bereich der nachhaltigen landwirtschaftlichen Produktion. Die Kooperative übernimmt außerdem die Kosten, die durch die Bio-Zertifizierung entstehen.
Die Kooperative ACOPAGRO
Auch die Kooperative ACOPAGRO entstand 1992 aus einer UN-Initiative zur Bekämpfung des Anbaus von Kokablättern in der Region Alto el Sol. Heute ist der dort von 1400 Mitgliedern angebaute Kakao von bester Qualität und wird für die allerfeinste Schokoladenherstellung weltweit verwendet.
Die Kooperative Cacvra
Die indigenen Bauern der Kooperative Cacvra stammen ursprünglich aus dem Andenhochland im Südosten Perus. Sie suchten im Tiefland des Rio Apurimac-Tales bessere Lebensbedingungen und schlossen sich zu einer Koorperative, die aber mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert war, zusammen. Neben einer unterentwickelten Infrastruktur und unzureichender Bildungs- und Gesundheitssysteme, befanden sie sich unfreiwillig im Einflussgebiet der peruianischen Guerillabewegung. Die offizielle Armee ging bei ihren Gegenschlägen oft schonungslos gegen die Bevölkerung und unabhängigen Kooperativen vor.
Cacvra ist es in diesem schwierigen Kontext dennoch gelungen, die demokratischen Strukturen und die gemeinsame Vermarktung des Kakaos aufrecht zu erhalten und die ca. 1000 Mitgliederfamilien mit Beratungen, Krediten und bei der Bio-Zertifizierung zu unterstützen. Derzeit werden bereits zwei Drittel der Kakaoproduktion organisch-biologisch angebaut. Tendenz steigend. Für die indigenen Produzenten ist der Bio-Landbau die logische Fortsetzung ihres traditionellen und behutsamen Umgangs mit der "Pacha Mama", der Mutter Erde.
SIE als Kunde sind gefragt...
SIE entscheiden, ob Fair Trade ein Erfolg wird!
Wie gut, dass Sie mit dem Kauf dieser fair gehandelten Schokolade die Umwelt und Ökologie, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung dieser peruanischen Kleinbauern und letztlich einen entscheidenden Schritt zu einer humanen Globalisierung unterstützen. Als Lohn können Sie eine Schokolade genießen, die qualitativ in absoluter Pole Position liegt...



